Taitonga - BOOT und CREW


Taitonga ist eine OVNI 395 von der französischen Werft Alubat

Zusammenfassend waren für uns folgende Kriterien bei der Bootswahl wichtig:
  • Aluminiumrumpf: Durch den Werkstoff haben wir ein besseres Sicherheitsgefühl (und müssen uns nicht um Rost wie bei einem Stahlboot kümmern)
  • Variabler Tiefgang: Dadurch können wir seichte Gewässer aufsuchen und auch bei Ebbe am Strand trockenfallen
  • Zwei permanent geriggte Vorsegel: Bei Windänderungen können wir flexibel aus dem Cockpit reagieren
  • Bootsalter unter 10 Jahre: Chance nicht allzuviel reparieren und optimieren zu müssen (Das mit dem wenig optimieren müssen war ein Fehlschluß)
  • Auf Langfahrt ausgerichtetes Bootskonzept: Große Tanks, autarke Stromversorgung, großes Cockpit als Wohnzimmer in den Tropen, Bootshandling durch 2er-Crew (da immer nur einer wacht, heißt dies nahezu Einhandfähigkeit!)


Taitonga
Taitonga unter asymetrischen Spinnacker


Allgemeine Daten:
Länge ü.a. 12,77 m (Länge der Wasserlinie: 10,55 m)
Maximalbreite: 4,11 m
Tiefgang variabel: 0,58 bis 2,10 m (bei unserer Zuladung ein paar cm mehr)
Masthöhe ü.W.: 16,50 m
Leerverdrängung: 8.800 kg, (davon innenliegendes Ballastgewicht: 3 300 kg)
Baustoff: Aluminium (Innenausbau: Kirschholz)
Baujahr: 2006
Auslegungskategorie: A (Hochsee)
„Unter normalen Einsatzbedingungen ist das Schiff für Fahrten bei signifikanten Wellenhöhen bis 7 m und Windstärken bis 10 Beaufort ausgelegt und widersteht selbst unter ungünstigeren Bedingungen (na, das läßt hoffen …)
Die Seetüchtigkeit hängt daneben auch von den Fähigkeiten der Besatzung, ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit und dem Pflege- und Ausrüstungszustand des Schiffes ab.“ (In der Regel ist das Schiff stärker als die Mannschaft … :-)

Werftbeschreibung: Alubat, Ovni395
Alle Ovni´s, die wir getroffen haben, waren unterschiedlich in den Details, angefangen von der Innenaufteilung, über Lukengrößen, Cockpittische, Höhe des Instrumententrägers, Ausstattung etc. => es gibt m.E. keine "Standard-Ovni"!

Bootsaussenansicht
Außenansicht


Antrieb:
Großsegel (durchgelattet) 35,20 m² (3 Einleinenreffs und Lazybag)
Genua mit Rollreffanlage 47,10 m²
Fock mit Rollreffanlage 14,00 m²
Spinnaker 115m² / Spibaum am Mast
Blister 95m² mit Bergeschlauch

Yanmar-Diesel mit 41 kW / 55 PS mit Dreiflügelfestpropeller
Dieselverbrauch ca. 3-4 L p.h. bei ca. 6 kn/2000RpM
Dieseltankinhalt ca. 430 l (da freut sich die Tankstelle)
Dieselersatzkanister 4x22L)

Autopilot elektrisch, mit elektronischem Kompass (mit Fernsteuerung)
Autopilot mechanisch: Windpilot (Windfahnensteuerung)


Beiboot:
Walker Bay Odysee Airfloor 2,70m mit 5-PS Yamaha 2-Takt-Außenborder
Reservebeiboot: 2,30m Zodiac Zoom
12L-Benzinzusatztank


Parkzubehör:
30kg Bügelanker mit 95m 10mm Kette als Hauptanker
25kg Deltaanker mit 40m Leine und 2m-Kettenvorlauf (mehr Vorlauf macht keinen Sinn, da dann nicht mehr ohne Winsch handhabbar)
15kg Plattenanker mit 8m-Kettenvorlauf
40m Gurtband auf Rolle für Heckanker
80m Schwimmleine zum Anbinden an Land
Elektrische Ankerwinsch Cayman 1000W
7 Fender (Gummiwürste mit Funktion analog Stoßstangen beim Auto) und Fenderbrett
Diverse Festmacher und Leinenschonungszubehör (Ruckfender, Anlegeketten, Schläuche und Feuerwehrschläuche)


Sicherheit:
Rettungswesten und Lifebelts für 6 Personen
Lifeleinen im Cockpit und auf den Laufdecks
Mastreling
Lifetags (Persönliche Alarmsender)
Hochleistungslenzpumpe (noch nicht angeschlossen)
Mobile Ersatz-VHF-Antenne
Wantenschneideer
Rettungsinsel für 6 Personen
EPIRB mit eingebautem GPS (Boje für Seenotalarmierung über Satelliten + Peilsignal)
Notsignalmittel (Fallschirmraketen, Handfackeln, Rauchtöpfe)


Navigation:
Windlupe, Speed-/Tiefenmesser
Magnetkompass
GPS/Chartplotter mit elektronischen Navionics-Seekarten und vernetztem Radar sowie Fischfinder
Laptop mit GPS und AIS sowie elektronischen Seekarten für OpenCPN sowie Wetter- und Tidenprogrammen
Hand-GPS mit elektronischen Garmin-Seekarten


Kommunikation:
UKW-Sprechfunkgeräte (fest eingebaut und portabel)
Kurzwellen/SSB-Transciever
Satellitentelefon
Laptop mit Skype
Handys
USB-Internetstick unlocked
Internetverstärker Awus


Strom/-erzeugung:
Batterien 12V, 665 Ah ( 5x Verbraucher á 115 Ah und 1x Starter á 90 Ah)
Batterieladegerät und Inverter.
1 x 315W Solarzellen mit SMTP-Lader
(2 x 60W Solarzellen mit SMTP-Lader als Reserve, nicht installiert)
Windgenerator Aerogen 6
Zusätzliche 90A Lichtmaschine für den Dieselmotor (als Generator)
Powermanagement on Taitonga


Ver-/Entsorgung:
2-flamminger Gas-Herd mit Backofen und Pizzastein
3 x 3kg Gasflaschen (Stahl) mit Befüllset und Kocheraufsatz
1 x 3kg Campinggasflasch (Stahl)
1 x 11lb Gasflasche Fieberglas
2 transportable Gaskocher für das Cockpit (mit Grillplatte) für Butankartuschen
Mikrowelle
Kühlschrank 105 l
Pump-WC RM Raske Meyen
Fäkalientank 70 l (für die Schonung des Hafens)
Wassertankinhalt ca. 360 l (gehen 388L rein)
22 l Boiler
Wasseraufbereitungsanlage Spektra 150 (24L/h)
(Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner fehlen leider)


Bootsinnenansicht
Innenansicht





Die Crew:

Dagmar Sahr:
Dagmar



Baujahr: 1969
segelt seit 1994
gesamte Seemeilen: keine Ahnung
Scheine Sportboot See + Funk
Beruf: Hebamme a.D.
Hobbies: Lesen, Nähen, Swing-Tanzen


Christian Sahr:
Christian



Baujahr: 1967 (ja, ich sehe jünger aus!)
segelt seit 1984 überall wo Wasser ist
gesamte Seemeilen vor Start: Wahrscheinlich > 10.000 ? (nicht wirklich ein guter Indikator für "Fit für die Langfahrt")
Scheine: Viele (bis zum Sporthochseeschifferschein)
Beruf: Business-Analyst im Finanzsektor
Auf Urlaub für mehr als 3 Jahre, da guter Chef, gute Bank (und guter Mitarbeiter!)
Hobbies: Reisen, kochen, essen (Lesen, wenn mal Zeit dazu ist), Swing-Tanzen




"Dort wo der Verstand aufhört, beginnt die Größe der Frau."
Christopher Columbus

(hmmm, wie genau hat er dies gemeint??? :-)


Taitonga.net, © Dagmar und Christian Sahr,